25.08.2015 Vejrø

Schon das Auslaufen aus dem Hafen von Karrebæksminde bei starkem Wind von Steuerbord war nicht ohne, da die Hafenausfahrt nicht sonderlich breit ist. 20150825_133031

 

 

 

 

 

 

 

Die Wettervorhersage gab zwar Regen an, aber nicht, das wir Windstärken bis 8 Bft. bekommen würden.

20150825_132135Unser eigentliches Ziel gaben wir auf, bargen die Segel und liefen Vejrø dann mit Maschinenkraft an. Nach rund einer Stunde spürten wir den Wind- und Wellenschatten der Insel, was uns deutlich entspannte.

20150825_131303Kurz vor dem Einlaufen in den Hafen waren die Sturmböen auch vorüber und wir legten bei strahlendem Sonnenschein an.

Vejrø selbst ist eine kleine Insel in Privatbesitz und einer gehoberenen Preisklasse. Wir wurden an der Rezeption des kleinen Hotels, in dem auch die Hafengebühren zu entrichten sind freundlich empfangen. Uns wurde die kostenlose Benutzung der Fahrräder und die Selbstbedienung an allem was an Obst reif an Sträuchern und Bäumen hing angeboten.

20150825_175626Und selbst die Kaninchen stehen hier schon vor dem Grill…

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22.08.2015 Nysted

Ich erwähnte irgendwann einmal, das ich daran interessiert sei mal mit auf dem Meer zu segeln, aber eigentlich war es vielmehr einer meiner innigsten Wünsche. Wie schon in den anderen Reiseberichten zu entnehmen ist, zieht es mich schon immer ans Wasser. Der nächste Schritt war also folgerichtig aufs Wasser zu kommen. Am Besten in einem Segelboot. Sich ganz auf Wind und Wellen einlassen und möglichst mit den Elementen agieren und nicht dagegen.

Nun Henning, unser Skipper auf diesem Törn, organisierte die Crew, das Boot und den Zeitpunkt. Während eines Planungstreffens bekamen wir auch schon in Berlin eine erste Sicherheitsunterweisung. Und so kam es, das wir uns am Morgen des 22.08.2015 auf den Weg nach Warnemünde machten. Fünf von uns planten während der Fahrt den Einkauf, den wir vor Ort erledigten. Nachdem der Papierkram für das Chartern der Yacht bei der MOLA Yachting GmbH und das Bunkern der Vorräte für sieben Mann für eine Woche sowie eine weiter Einweiung in die Yacht und die Sicherheitseinrichtungen erledigt war, liefen wir aus Richtung Nysted in Dänemark.

20150822_120733Insgesamt verlief die Fahrt bei einem moderaten Vorwind-Kurs ruhig und entspannt. Irgendwo zwischendurch meinte lediglich meine Powerbank von Anker sie müsste ihrem Namen alle Ehre machen, berücksichtigte allerdings nicht, das es normalerweise wenigsten eine Ankerleine gibt.

Nysted erreichten wir bei Dunkelheit. So lernten wir gleich, warum die Schwimmstangen spitze und eckige Bürsten drauf haben, denn wenn überhaupt kann man noch einen Schatten, aber keine Farben mehr erkennen. Ich musste dann auch doch einräumen, das elektronische Seekarten mit Tiefenmesser und GPS ganz praktisch sind, wenn man einen solchen Tiefgang hat, das man lieber genau in der Fahrrinne bleiben sollte.

Der Hafen war schon ziemlich voll, so das wir gleich mal die Erfahrung machten längsseits an einer anderen Yacht anzulegen.